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weberbrunner architekten

Hellwies School Conversion and Extension . Volketswil

weberbrunner architekten . photos: © Beat Bühler Fotografie . + baunetz

Built in the 1970s, the existing school campus and its generous outdoor facilities are highly prised by students and teachers alike. Accordingly, the choice for the winner of a competition to expand the school was based on a solution that protected the grounds. The solution lies in vertically extending the existing buildings, creating an integrated mix of new and old.

The generous exterior space, well embedded in the landscape, is preserved in its entirety. The financial budget for the exterior spaces is to be fully used for their improvement. The prudent use of land resources, minimal use of grey energy in construction, and centralisation of the school complex make the concept of vertical densification a multifaceted sustainable strategy.

The design of the existing access road is a remnant of traffic-oriented urban development ideologies of the 1970s. With the relocation of the parking areas on Riedstrasse, traffic is removed from Hellwiesstrasse, which is transformed into a pedestrian zone, a “Learning Boulevard” that extends across the school grounds and on towards the adjoining Chimlibach neighbourhood.

With the introduction of the new “learning landscape” and shared-use classrooms, more students can be taught. The free plan of the learning landscape enables different forms of use and learning concepts. It offers space for informal learning, learning aids, and group work as well as extracurricular uses or events. A new gymnasium is also being built.

The new extensions are constructed in wood. This ensures low weight loads, high prefabrication percentages and short construction times that minimise disruption of the ongoing school operations. The extensions give the existing school a stronger urban presence and create a spatially defined centre.
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Als Architekt:innen sind wir Teil der Bauwirtschaft, die eine der Hauptverursacher:innen des globalen CO2 -Ausstosses ist und zudem noch eine der grössten Abfallerzeuger:innen. Entsprechend stehen wir in der direkten Verantwortung. Es ist unsere Aufgabe, zukunftsfähige Lösungen zu finden und sie innerhalb der Baubranche, unter Kolleg:innen sowie gegenüber unseren Auftraggeber:innen zu vertreten.

Bis 2050 will die Schweiz klimaneutral sein. Einen Ansatz, um den CO2 -Ausstoss im Sinne dieses Netto-Null-Ziels zu reduzieren, liefert das Bauen in der Kreislaufwirtschaft. Für uns ist die Auseinandersetzung damit auch herausfordernd, vor allem aber ist sie sehr inspirierend und gibt unserer Tätigkeit als Architekt:innen einen gewissen «Esprit Nouveau».
Diesen neuen Geist wollten wir auch bei der Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Hellwies erwecken. Auf verschiedenen Ebenen folgten wir dem Pfad des rücksichtsvollen und nachhaltigen Bauens im Bestand.

Zum einen wollten wir einen möglichst grossen Teil der bestehenden Gebäudestrukturen erhalten und damit auch die Geschichte des Ensembles fortschreiben. Zum anderen war es unser Ziel, die baulichen Massnahmen der Erweiterungen so ressourcenschonend wie möglich zu gestalten. Dazu entwickelten wir mit der massgeschneiderten «Strategie der vertikalen Verdichtung» ein Konzept zum haushälterischen Umgang mit den Landressourcen und zum minimalen Verbrauch von grauer Energie. Konnten wir doch die bestehenden Fundamente für die Aufstockungen weiterverwenden und auf energieintensive Tiefbauarbeiten weitestgehend verzichten.

Die Philosophie der Schule Hellwies als Lebensraum leitete uns durch das Raumprogramm. Wir versuchten, Räume zu schaffen, die weit mehr sind als nur Orte der Vermittlung von Unterrichtsinhalten: Die Schulzimmer stehen selbstbewusst für sich und nicht für eine bestimmte Nutzung, sie sind flexibel und erzählen Geschichten über ihre Herkunft. Ihr Zentrum bildet die offene Lernlandschaft als Projektionsraum für den schulischen Alltag. Dieser Freiraum ist das Resultat eines konsequenten Room-Sharing-Konzepts.