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Dettling . Schoop de Santis

Detached house . Winterthur

rory-2 022

Cyrill Dettling ARCHITEKTURSTUDIO . Schoop de Santis Architekten . photos: © Rory Gardiner

Am Stadtrand von Winterthur fügt sich ein neues Wohnhaus in ein Quartier aus den fünfziger Jahren ein. Weite Grundstücke mit zurückgesetzten Villen und gepflegten Gärten prägen das Bild. Kiefern, Tannen und Laubbäume überragen die Häuser und geben in den Zwischenräumen die Aussicht auf den Eschenberg frei.

 

Seit 60 Jahren besteht auf dem Grundstück an einer Privatstrasse ein zweigeschossiges, freistehendes Haus mit einem grossen Garten.

Die Eigentümer wünschten sich für das Alter einen kleineren, unabhängigen und pflegeleichten Wohnraum. Ein neues Haus zwischen der bestehenden Villa und der Privatstrasse erfüllt diesen Anspruch und erlaubt eine maximale Ausnutzung des Grundstücks.

Der Neubau soll sich in die zwei – bis dreigeschossige Bebauung des Strassenzugs einreihen, einen Zugang zum Garten ermöglichen und die Aussicht auf den gegenüberliegenden Eschenberg freigeben.

Ein schlichtes Haus mit Walmdach präsentiert sich zur Strasse und schafft den bestehenden Häusern ein Gegenüber. Ein neuer gemeinsamer Vorplatz erschliesst beide Häuser und ist repräsentativer Ankunftsort sowie Abstellplatz.

Die Wohnfläche verteilt sich auf drei Stockwerke, welche sich auf alle Seiten öffnen. Im untersten Geschoss sind das Entrée, ein Atelier und die Nebenräume untergebracht. In der Mitte befindet sich eine zusammenhängende Wohnfläche mit Zugang zu einem eignen Garten. Im obersten Geschoss sind die Schlafräume mit Ausblick in die Landschaft.

Ein zentraler Treppenkern ist für die Statik des Hauses relevant, gliedert die Räume und lässt Freiraum für deren Nutzung. Durch diese Anordnung kann man sich auf den beiden Hauptgeschossen frei in einem Rundlauf bewegen und erlebt dadurch alle Himmelsrichtungen. Diese Eigenheit bildet sich auf der Fassade durch eine horizontal gegliederte Struktur ab. Grosse Fensterbänder artikulieren zur Strasse und zur Aussicht die Hauptfassade. Eine Konstruktion in Holz mit einer gestrichenen Lärchenfassade verortet das Haus im suburbanen Kontext und nimmt die Idee des „Stöcklis“ auf, welche zwei Generationen ein Zusammenleben mit Nähe und Distanz erlaubt.

Das Interieur charakterisiert sich durch Masseinbauten in Elsbeerholz, die sich durch alle Räume ziehen. Grosse Schiebetüren trennen die einzelnen Räume und ermöglichen eine offenen Nutzung. Sideboards, Regale und Schränke bieten Stauraum und laden zum Sitzen ein. Die hochwertigen Oberflächen kontrastieren mit den weiss gestrichenen Wänden und dem im ganzen Haus verwendeten ockerfarbenen Anhydritboden.
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