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Schwabe Suter

school complex . Rothenburg

© Damian Poffet

Schwabe Suter Architekten . photos: © Damian Poffet

The Rothenburg school complex is located slightly outside the centre on a hill and has a campus-like structure due to the concentration of school buildings. The new secondary school with a sports hall complements the complex and strengthens the idea of the campus. The new building is divided into three parts: The four-storey school wing adjoins a one-storey intermediate building which forms the connection to the triple sports hall. All parts are connected in the ground floor and basement. The arrangement of the parts results in an almost square and compact plan of the building. The two parts of the building – the secondary school and the sports hall – have their own entrances and can therefore be used independently of each other.

 

The rooms of the individual grades (1st-3rd floor) are each combined into a learning landscape. The centerpiece is a sequence of two halls which can be used as open learning zones. These halls are alternately connected to closed classrooms and open group rooms. The group rooms acts as a joker room. Either they are used as single rooms, interconnected with the classrooms or opened to the learning zone. This creates a high degree of flexibility for a variety of new teaching forms (curriculum 21, double classrooms, open learning landscapes and many more). With the exception of the cores, the partition walls are not load-bearing and can therefore be freely placed according to requirements within the grid.

Natural products such as wood and stone were used to materialise the interiors, and several materials serve several functions. For example, the walls in the classrooms are lined with a wood fibre board, which is acoustically effective and can also be used as a pinboard. With a twelve-part colour palette a restrained as well as harmonious visual overall concept was created which culminates in the wall design of the four-storey staircase. The wall painting was created by a designer from the architectural plans and the colour palette mentioned above.

The outermost layer of the façade consists of suspended, sandblasted concrete elements in a warm shade. Each element has a bend in the middle. This creates a play of light and shadow that makes the façade appear light and soft. Depending on the weather the image of the school building changes over the course of the day. The chosen construction has low maintenance costs, is durable, robust and therefore sustainable. The building envelope is continuously insulated and meets the Minergie-P standard.
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Project Name: Neubau Sekundarschulhaus LINDAU mit Sporthalle
Architecture Firm: Schwabe Suter Architekten

Completion Year: 2018
Project location: Rothenburg, Luzern (Switzerland)

Lead Architects: Christian Suter

Photo credits: Damian Poffet, Schwabe Suter Architekten

Design Team: Schwabe Suter Architekten
Management: Caretta+Weidmann

 

Die Schulanlage von Rothenburg liegt leicht ausserhalb des Zentrums auf einer Anhöhe und hat durch die Konzentration von Schulgebäuden eine campusähnliche Struktur. Das neue Sekundarschulhaus mit Dreifachsporthalle soll die Anlage ergänzen und die Idee des Campus stärken. Der Neubau setzt den neuen Anfangs- und Endpunkt der Schulanlage, markiert Präsenz und gibt dem Campus ein Gesicht gegen die Hauptstrasse. Die verkehrsfreie Schulhausstrasse als verbindendes Element zu den bestehenden Schulhäusern wird von einem grünen Streifen in Form eines Baumdaches gesäumt und bildet das Rückgrat der Anlage. Das neue Gebäude gliedert sich in drei Teile: Der viergeschossige Schultrakt grenzt an einen eingeschossigen Zwischenbau welcher die Verbindung zur Dreifachsporthalle herstellt. Alle Teile sind im Erd- und Untergeschoss miteinander verbunden und gründen auf dem gleichen Niveau. Durch die Anordnung der Teile ergibt sich ein fast quadratischer und kompakter Gesamtgrundriss des Gebäudes. Die beiden Gebäudeteile - Sekundarschule und Dreifachsporthalle - besitzen eigene Zugänge und sind dadurch unabhängig voneinander nutzbar. 
Die Räume der einzelnen Jahrgangsstufen (1.-3. Obergeschoss) werden jeweils zu einer Lernlandschaft zusammengefasst. Herzstück ist eine Abfolge von zwei Hallen, welche als offene Lernzonen genutzt werden können. An diese Hallen schliessen abwechslungsweise geschlossene Klassenzimmer und offene Gruppenräume an. Die Gruppenräume fungieren im Grundriss als Jokerzimmer. Entweder werden sie als Einzelräume genutzt, mit den Klassenzimmern zusammengeschaltet oder zur Lernzone hin geöffnet. Somit wird eine hohe Flexibilität für vielfältige neue Lehrformen geschaffen (Lehrplan, 21, Doppelklassenzimmer, offene Lernlandschaften und viele mehr). Die Trennwände innerhalb eines Geschosses sind mit Ausnahme der Kerne nicht tragend und somit je nach Bedürfnis innerhalb des Rasters frei gestaltbar. 
Bei der Materialisierung der Innenräume wurde auf natürliche Produkte wie Holz und Stein gesetzt und es wurde darauf geachtet, dass Materialien mehrere Funktionen ausüben können. So sind zum Beispiel die Wände in den Unterrichtsräumen mit einer Holzfaserplatte ausgekleidet, welche akustisch wirksam ist und gleichzeitig als Pinnwand genutzt werden kann. 
Das Farbkonzept, das in Zusammenarbeit mit dem Gestalter und bildenden Künstler Hubert Hofmann erarbeitet wurde, nimmt die Materialisierung der Architektur auf und ergänzt diese mit Lasuren. Mittels einer zwölfteiligen Farbpalette, die bei Materialien mit Farbauswahl zur Anwendung kam, entstand ein ebenso zurückhaltendes wie stimmiges visuelles Gesamtkonzept das seinen Höhepunkt in der Wandgestaltung der vierstöckigen Treppenanlage findet. Das Motiv der Wandmalerei entwarf die Gestalterin Lorena Linke aus den Architekturplänen und der erwähnten Farbpalette. 
Die äusserste Schicht der Fassade besteht aus vorgehängten, sandgestrahlten Betonelementen in einem warmen Farbton. Jedes Element ist in der Mitte mit einem Knick versehen. Dadurch entsteht ein Licht-Schattenspiel, das die Fassade leicht und weicher erscheinen lässt. Das Bild des Schulhauses verändert sich im Laufe des Tages und je nach Wetter. Die gewählte Fassadenkonstruktion hat geringe Unterhaltskosten, ist langlebig, robust und somit nachhaltig. Die Gebäudehülle ist durchgehend gedämmt und erfüllt den Minergie-P Standard.