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Balissat

Krismer-Areal skyscraper . Baden

Balissat . Krismer-Areal skyscraper . Baden afasia (1)

Balissat . renders: © Cyaan

Selected competition entry.
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 Erweitertes Ensemble 
Das geplante Hochhaus «Midtown» versteht sich als Erweiterung des Merker-Ensembles. Das Merker-Areal war lange durch seine industrielle Geschichte geprägt. Dank seiner gegenwärtigen Ausrichtung hin zur Kultur- und Kreativwirtschaft ist es daran beteiligt, die Zukunft des Quartiers zu gestalten. Besonders zeichnet sich das Areal dadurch aus, dass es zu einem Ort der Begegnung, Aneignung und Selbstorganisation geworden ist. 
Das Hochhaus «Midtown» soll dem urbanen Charakter des Areales gerecht werden und als weiterer Baustein das bestehende Ensemble auf dem Merker-Areal ergänzen. Gleichzeitig als eigenständige Einheit, die Raum für Wohnen, Arbeit und Austausch bietet, funktionieren. Es schafft im untersten und obersten Bereich des Hauses, Bereiche, die genau- so von den Nutzenden des Areals wie auch von den Bewohnenden des Hauses selbst gestaltet werden können. Im Fussabdruck reagiert das Hochhaus auf den Stadtraum und entwickelt sich nach oben hin zu einem ungerichteten Volumen. 
Neuer Stadtraum 
Durch seine Gestaltung gibt das Hochhaus dem Leben im Merker-Areal eine neue Präsenz in der Stadt. Es verknüpft sich im Stadtraum und reagiert auf seine unmittelbare Umgebung, indem es in den Entwurf zentrale Elemente des Kultur- und Wohnraums Merker-Areal und der Stadt Baden aufnimmt. Dabei übersetzt es spezifische, historisch geprägte Eigenschaften des umgebenden Areals und der Stadt in räumliche Strukturen. 
Bisher spielt sich der Grossteil der Aktivitäten des Areals in den geschlossenen Räumen und im von seinem Umland abgegrenzten Innenhof ab. Durch die offen gestalteten Freiflächen im Erdgeschoss und ersten Stock des Hochhauses werden jedoch neue Möglichkeiten geschaffen Verbindungen mit der Stadt aufzubauen. Das gilt auch für die Bewohnenden des Hauses. Dadurch, dass sie die untersten Räumlichkeiten sowohl für private als auch gewerbliche Zwecke nutzen können, erlaubt ihnen die offene Struktur dieser Geschosse, in einen Dialog mit ihrer unmittelbaren Umwelt zu treten. Die architektonische Gestaltung des Verhältnisses von Wohnen und Arbeit geht auf die spezifischen Lärmbedingungen des Ortes ein. So nimmt der Wohnflächenanteil mit der Höhe der Geschosse zu, während sich in tieferen Etagen die Wohnungen auf der von der befahrenen Strasse abgewandten Seite befinden. Mit den Büroflächen verhält es sich genau umgekehrt. 
Über die Schaffung von Wohn- und Arbeitsraum und die Etablierung einer Verbindung zum Merker-Areal hinaus, leistet das Hochhaus noch einen weiteren städtebaulichen Beitrag. Es öffnet sich zur Strasse hin und schafft damit neue urbane Qualitäten: Passierende, Anwohnende und Pendelnde werden zum Aus- tausch mit der Bewohnerschaft des Hochhauses und des Merker-Areals eingeladen. Ein Stadtteil, der bisher für seinen Durchzugsverkehr bekannt war, bekommt einen Ort zum Verweilen und des arealübergreifenden Dialoges. 

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