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Morger & Degelo

SBB Switching stations

Morger & Degelo . Maison de Chailly . Lausanne  afasia (1)

Morger & Degelo Architekten . photos: © Ruedi Walti

Sensible Hochtechnologie lässt sich mit archaischen Mitteln schützen. Schwere, hohle Betonelemente werden mit soviel träger Masse belegt, bis sie mit den klimatischen Kräften arbeiten statt dagegen: bei Hitze wirkt die verdunstende Feuchtigkeit aus den mit Erde gefüllten, 1.20 Meter starken Dachelementen kühlend, bei Frost dämmt sie. Die speichernden, ausgleichenden Eigenschaften des Erdbodens sind umso willkommener, als die Füllmenge für die Dachelemente ohnehin beim Fundamentaushub anfällt: der Aushub, der nicht abgeführt werden muss, wird zur Speichermasse, die nicht herangeschafft werden muss. Dank des Schienentransportes bis zum Bauplatz ist das Gewicht der Konstruktion kein Hindernis. Und auch ihre höheren Baukosten werden vom praktisch kostenfreien Betrieb mehr als aufgewogen. Inhalt und Funktion der unbemannten Stellwerkszellen sind nicht abbildbar. Sie sind verborgen in den anspruchslosen, schwarz eingefärbten Quadern, die wie erratische Blöcke in der Eisenbahnlandschaft liegen
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